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Finanzielle Hilfen

FINANZIELLE HILFEN (FÖRDERUNGEN, ZUSCHÜSSE UND ENTSCHÄDIGUNGEN)

Landesprogramm Wirtschaft - Digibonus I Schleswig-Holstein

Aufgrund der Corona-Pandemie sind digitale Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten für Unternehmen von zentraler Bedeutung. Mit der Förderung soll Kleinstunternehmen ein niedrigschwelliger Einstieg in entsprechende Digitalisierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Die Förderung besteht in der einmaligen Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses als Projektförderung mit einer Festbetragsfinanzierung. Der Zuschuss beträgt einmalig maximal 1.000 Euro und gilt für alle Ausgaben, die ab dem 01.01.2021 getätigt wurden. Dieser Betrag reduziert sich auf die tatsächlich entstandenen Kosten, wenn diese weniger als 1.000 Euro betragen.

Gefördert werden Investitionen in Soft- und Hardware sowie begleitende Dienstleistungen in folgenden Bereichen:

  • Umstellung auf elektronische Belegausgabe bei Kassensystemen,
  • Elektronische Meldescheinsysteme,
  • Elektronische Kontaktnachverfolgungssysteme,
  • Elektronische Bestellaufnahmesysteme,
  • Erstellung eines Internetauftritts und Onlineshops,
  • Erstellung von Online-Speisekarten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe sowie gemeinnützige Unternehmen und Vereine, die

  • dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind,
  • bis einschließlich 5 Mitarbeiter:innen (Vollzeitäquivalente) beschäftigen,
  • ihren Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein haben.

Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen und zur Antragstellung über die IB.SH

Rück­wir­kende Frei­stellung von der Rund­funk­beitrags­pflicht

Unter­nehmen, Institutionen und Ein­richtungen des Gemein­wohls können auf­grund der Corona-Pan­demie unter be­stimmten Voraus­setzungen eine rück­wir­kende Frei­stellung von der Rund­funk­beitrags­pflicht be­antragen.

Auf­grund des dynamischen Pandemie­verlaufs und des erneuten Teil-Lock­downs seit November 2020 wurden die Voraus­setzungen für eine Frei­stellung von der Rund­funk­beitrags­pflicht an­ge­passt. So muss die Betriebs­stätte u.a. auf­grund einer be­hörd­lichen An­ordnung im Zuge der Corona-Pan­demie min­destens drei Mo­nate (90 Tage) ge­schlossen ge­wesen sein. Der Schließungs­zeit­raum muss – anders als bislang – nicht aus drei zu­sammen­hängenden vollen Ka­len­der­mo­naten be­stehen. Zur Er­mittlung des Freistellungs­zeit­raums können Unter­nehmen sämtliche Tage, an denen eine Betriebs­stätte coronabedingt ge­schlossen war, zusammen­rechnen.

Weitere Informationen zur Beantragung

Neustarthilfe für Soloselbständige

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige (gewerbliche und/oder freiberufliche Tätigkeit, Ein-Personen oder Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) unterstützt, die im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 Corona-bedingte Umsatzeinbußen verzeichnen und im Rahmen der Überbrückungshilfe III keine Fixkosten geltend machen können. Die Neustarthilfe ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die personenbezogene oder kreative & künstlerische Tätigkeiten ausüben oder zum Beispiel im Gesundheitswesen, der Tourismusbranche oder der Bildungsbranche tätig sind. Die Neustarthilfe beträgt bis zu 7.500 Euro und wird als Liquiditätsvorschuss für die Monate Januar bis Juni 2021 ausgezahlt.

Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 auf der bundesweit geltenden Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden.

Umfassende FAQ zur Neustarthilfe für Soloselbständige

Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt, die im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 verzeichnen können.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes und ist wie folgt gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt

Bis zur endgültigen Entscheidung über die Anträge und die reguläre Auszahlung durch die Länder können Unternehmen Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten. Anträge auf Überbrückungshilfe III können über die bundesweit geltende Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Auch hier gilt, dass die Antragstellung über prüfende Dritte (Steuerberater:innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer:innen) erfolgen muss. NEU: Verlängerung der Antragsfristen für Erst- und Änderungsanträge bis zum 31. Oktober 2021. 

Eigenkapitalzuschuss
Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss für die förderfähigen Fixkosten. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt und ist monatlich gestaffelt: 

  • 1. und 2. Monat: kein Zuschlag
  • 3. Monat: 25 Prozent
  • 4. Monat: 35 Prozent
  • 5. und jeder weitere Monat: 40 Prozent

Umfassende FAQ zur Überbrückungshilfe III

Informationen für Schleswig-Holstein

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Da durch die Corona-Pandemie viele Ausbildungsbetriebe in Schwierigkeiten geraten sind, junge Menschen als Fachkräfte auszubilden, können Arbeitgeber:innen nun Förderungen wie die Ausbildungsprämie, einen Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeitergeld, die Übernahmeprämie oder den Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.
Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Pandemie betroffen sind und wie folgt ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Anträge zum Download finden Sie hier.

Förderung der Dualen Ausbildung in Schleswig-Holstein - Richtlinie

Unternehmen können eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000,- € erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit kann das Land Schleswig-Holstein Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können. Gleichzeitig wird ein Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses geleistet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Die Europäische Kommission hat ihre Zustimmung zum Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) erteilt. Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Corona-Pandemie. 

Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er deutschen Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. Diese werden gewährt durch:

  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich.
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals

Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie rechtliche Grundlagen finden Sie hier.

Für die Kultur – NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie eingeschränkte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstler:innen und andere Kreative zu schaffen. 

UPDATE: Die Bundesregierung hat das Rettungsprogramm Neustart Kultur verlängert. Es wird mit einer Milliarde Euro zusätzlich ausgestattet. Insgesamt stehen damit zwei Milliarden Euro für Neustart Kultur zur Verfügung. Zusätzlich hat der Bund einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen aufgelegt, für den er bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Dieser Fonds ergänzt die bestehenden Hilfen des Bundes für die Kulturbranche, die mit Neustart Kultur im vergangenen Jahr begonnen wurden.

Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Das Land Schleswig-Holstein hat außerdem die Servicestelle Kulturförderung eingerichtet, die insbesondere kleinere und ehrenamtliche Kulturakteure bei der Suche nach und Abwicklung von passenden Förderungen unterstützt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Finanzielle Hilfen (Kredite)

Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten sind, jetzt einen Kredit oder einen Bürgschaftskredit erhalten. Diese Finanzierungsmöglichkeiten können bei der zuständigen Hausbank oder Sparkasse beantragt werden.

IB.SH Härtefallfonds Mittelstand

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind.  In Erwartung von bevorstehenden Umsatzausfällen werden Betriebsmittelbedarfe gefördert, die nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel gedeckt sind.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen finden Sie hier.

KfW-Kredite

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen und Soloselbständige
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen KfW-Krediten finden Sie hier.

Kreditbürgschaften

Wenn die Bank aufgrund von fehlenden Sicherheiten nicht in der Lage ist, einen Kredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können Bürgschaftsbanken bis zu 80% des Risikos übernehmen.

Eine Kredit­bürgschaft erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes.

Sonstige Hilfen

Kurzarbeitergeld – als Instrument gegen Arbeitsplatzabbau

Unternehmen können Kurzarbeitergeld aktuell unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die Beantragung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur (Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 / 455 55 20). Zugangsdaten für die Nutzung des eServices der Agentur für Arbeit können Arbeitgeber:innen im Kreis Ostholstein unter eutin.arbeitgeber-ostholstein@arbeitsagentur.de anfordern. Weitere Details zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und zum vereinfachten Zugang entnehmen Sie der Website des Bundesfinanzministeriums.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Grundsicherung für Selbstständige

Der Zugang zu sozialer Sicherung wird aufgrund des Coronavirus über ein vereinfachtes Verfahren (§ 67 SGB II) geregelt.

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Pandemie Unterstützung in der Grundsicherung benötigen – z. B. für Miete, Lebensversicherung und weitere Kosten, die nicht durch andere Programme gedeckt werden –  können eine vereinfachte Anlage der Arbeitsagentur zur Beantragung nutzen.

Weitere Informationen zur Grundsicherung finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner
Sönke Heidel
Sönke Heidel
Leitung Unternehmensservice
04521 / 808 807
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