• Woman signing document and hand holding pen putting signature at paper, order to authorize their rights.

Finanzielle Hilfen

FINANZIELLE HILFEN (FÖRDERUNGEN, ZUSCHÜSSE UND ENTSCHÄDIGUNGEN)

Neustarthilfe für Soloselbständige

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, die im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 Corona-bedingte Umsatzeinbußen verzeichnen und im Rahmen der Überbrückungshilfe III keine Fixkosten geltend machen können. Die Neustarthilfe ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die personenbezogene oder kreative & künstlerische Tätigkeiten ausüben oder zum Beispiel im Gesundheitswesen, der Tourismusbranche oder der Bildungsbranche tätig sind. Die Neustarthilfe beträgt bis zu 7.500 Euro und wird als Liquiditätsvorschuss für die Monate Januar bis Juni 2021 ausgezahlt.

Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 auf der bundesweit geltenden Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden.

Umfassende FAQ zur Neustarthilfe für Soloselbständige

Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt, die im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 verzeichnen können.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes und ist wie folgt gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt

Bis zur endgültigen Entscheidung über die Anträge und die reguläre Auszahlung durch die Länder können Unternehmen Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten. Anträge auf Überbrückungshilfe III können über die bundesweit geltende Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Auch hier gilt, dass die Antragstellung über prüfende Dritte (Steuerberater:innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer:innen) erfolgen muss. Antragsfrist ist der 31. August 2021

Umfassende FAQ zur Überbrückungshilfe III

Informationen für Schleswig-Holstein

Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Überbrückungshilfe II unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler:innen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Anträge auf Überbrückungshilfe II für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 können über die bundesweit geltende Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden.

Antragsberechtigte erhalten bis 50.000 Euro monatlich an nicht rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Maßstab für die Hilfe sind die Umsätze in den Monaten September bis Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Antragsfrist wurde bis zum 31.03.2021 verlängert.
Grundsätzlich gilt: Anträge können ausschließlich über Steuerberater:innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer:innen gestellt werden können. Antragssteller:innen sollten sich daher zuallererst an ihre Steuerberater:innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer:innen wenden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Umfassende FAQ zur Überbrückungshilfe II.

Informationen für Schleswig-Holstein

Neu: Die beihilferechtliche Obergrenze für Kleinbeihilfen wurde von 800.000 Euro auf 1,8 Mio. Euro pro Unternehmen erhöht. Den Unternehmern wird rückwirkend ein beihilferechtliches Wahlrecht eingeräumt, ob sie die Überbrückungshilfe II auf Grundlage der Bundesregelung Kleinbeihilfe oder der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 erhalten möchten. Dieses Wahlrecht wird als Teil der ohnehin vorgesehenen Schlussabrechnung umgesetzt. Hier gehts zu den Beihilferegelungen.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe (November- und Dezemberhilfe)

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützt Unternehmen, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird in Form von schnellen und unbürokratischen Zuschüssen. Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November sowie im Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen. Die Abschlagszahlung wurde auf maximal 50.000 Euro erhöht. Die reguläre Auszahlung hat bereits gestartet.

Für die Dezemberhilfe gilt: Antragsberechtigt sind ausschließlich Unternehmen und Soloselbstständige, die aufgrund der erlassenen Schließverordnung der Länder den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten und auf Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und vom 2. Dezember 2020 auch im Dezember von diesen Schließungen betroffen waren.
Nicht antragsberechtig sind Branchen oder Einrichtungen, die basierend auf spätere Beschlüssen, bspw. Bund-Länder-Beschluss vom 13. Dezember 2020, ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten sowie auf Grundlage von regionalen Schließungen.

Die Antragstellung für die November- und die Dezemberhilfe erfolgt über die bundesweit einheitliche Plattform der Überbrückungshilfe. Der Antrag muss über Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen oder andere Dritte erfolgen. Ausnahme: Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER-Zertifikat direkt stellen. Die Antragsfrist wurde bis zum 30.04.2021 verlängert.

Bitte beachten Sie: Zurzeit können keine Änderungen in Anträgen, die über prüfende Dritte gestellt wurden, vorgenommen werden. Daher ist es wichtig, die Angaben im Antrag vor Absenden sehr genau zu prüfen. Sobald eine Lösung erarbeitet wurde, informieren wir Sie.

Umfassende FAQ zur November- und Dezemberhilfe

Informationen für Schleswig-Holstein

Das europäische Beihilferecht erlaubt eine Förderung von derzeit insgesamt bis zu einer Million Euro ohne konkrete Nachweise eines Verlustes. Soweit es der beihilferechtliche Spielraum der betroffenen Unternehmen angesichts schon bislang gewährter Beihilfen zulässt, wird für die allermeisten Unternehmen der Zuschuss in Höhe von bis zu 75% des Umsatzes des Vorjahresmonats auf dieser Grundlage gezahlt werden können. Hier gehts zu den Beihilferegelungen.

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Da durch die Corona-Pandemie viele Ausbildungsbetriebe in Schwierigkeiten geraten sind, junge Menschen als Fachkräfte auszubilden, können Arbeitgeber:innen nun Förderungen wie z. B. die Ausbildungsprämie aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.
Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Pandemie betroffen sind und wie folgt ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Anträge zum Download finden Sie hier.

Förderung der Dualen Ausbildung in Schleswig-Holstein - Richtlinie

Unternehmen können eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000,- € erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit kann das Land Schleswig-Holstein Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können. Gleichzeitig wird ein Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses geleistet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Die Europäische Kommission hat ihre Zustimmung zum Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) erteilt. Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Corona-Pandemie. 

Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er deutschen Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. Diese werden gewährt durch:

  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich.
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals

Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie rechtliche Grundlagen finden Sie hier.

Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Das Infektionsschutzgesetz bietet finanzielle Entschädigungen, wenn Sie von einem Verdienstausfall durch Quarantäne oder durch ein Tätigkeitsverbot betroffen sind. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein. Anspruch auf Entschädigung haben:

  • Arbeitnehmer:innen und Selbstständige, die von Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot betroffen sind.
  • Berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Kindertagesstätten geschlossen wurden.
  • Arbeitgeber:innen, die ihren Arbeitnehmer:innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen.

Den Antrag sowie weitere wichtige Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.

Für die Kultur – NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie eingeschränkte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstler:innen und andere Kreative zu schaffen. 

Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Das Land Schleswig-Holstein hat außerdem die Servicestelle Kulturförderung eingerichtet, die insbesondere kleinere und ehrenamtliche Kulturakteure bei der Suche nach und Abwicklung von passenden Förderungen unterstützt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Finanzielle Hilfen (Kredite)

Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten sind, jetzt einen Kredit oder einen Bürgschaftskredit erhalten. Diese Finanzierungsmöglichkeiten können bei der zuständigen Hausbank oder Sparkasse beantragt werden.

IB.SH Härtefallfonds Mittelstand

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind.  In Erwartung von bevorstehenden Umsatzausfällen werden Betriebsmittelbedarfe gefördert, die nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel gedeckt sind.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen finden Sie hier.

KfW-Kredite

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen und Soloselbständige
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen KfW-Krediten finden Sie hier.

Kreditbürgschaften

Wenn die Bank aufgrund von fehlenden Sicherheiten nicht in der Lage ist, einen Kredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können Bürgschaftsbanken bis zu 80% des Risikos übernehmen.

Eine Kredit­bürgschaft erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes.

Sonstige Hilfen

Kurzarbeitergeld – als Instrument gegen Arbeitsplatzabbau

Unternehmen können Kurzarbeitergeld aktuell unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die Beantragung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur (Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 / 455 55 20). Zugangsdaten für die Nutzung des eServices der Agentur für Arbeit können Arbeitgeber:innen im Kreis Ostholstein unter eutin.arbeitgeber-ostholstein@arbeitsagentur.de anfordern. Weitere Details zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und zum vereinfachten Zugang entnehmen Sie der Website des Bundesfinanzministeriums.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Grundsicherung für Selbstständige

Der Zugang zu sozialer Sicherung wird aufgrund des Coronavirus über ein vereinfachtes Verfahren (§ 67 SGB II) geregelt.

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Pandemie Unterstützung in der Grundsicherung benötigen – z. B. für Miete, Lebensversicherung und weitere Kosten, die nicht durch andere Programme gedeckt werden –  können eine vereinfachte Anlage der Arbeitsagentur zur Beantragung nutzen.

Ihr Ansprechpartner
Sönke Heidel
Sönke Heidel
Leitung Unternehmensservice
04521 / 808 807
Newsletter
Jetzt anmelden und informiert bleiben über die wirtschaftlichen Entwicklungen, Veranstaltungen und Projekte in unserer Region.