Finanzielle Hilfen (Zuschüsse und Entschädigungen)

Eckpunkte „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“

Da bei zahlreichen Unternehmen der Geschäftsbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie immer noch ganz oder teilweise eingeschränkt ist, hat die Bundesregierung zum 15.06.2020 das Eckpunktepapier für eine neue Überbrückungshilfe veröffentlicht.

Ziel dieser staatlichen Förderung ist, kleine und mittelständische Unternehmen, die von den Corona-bedingten Auflagen oder Schließungen betroffen sind, zur Existenzsicherung mit einer Liquiditätshilfe für die Monate Juni bis August zu unterstützen.

In dem Eckpunktepapier finden Sie u.a. nähere Informationen zu den Antragsberechtigten, zu förderfähigen Kosten, zur Berechnung der Förderhöhe oder zur Laufzeit.

Die Antragstellung ist aktuell noch nicht möglich, da entsprechende Richtlinien, Vollzugshinweise und Antragsformulare noch erarbeitet werden. Bekannt ist aber bereits, dass die Prüfung der erstattungsfähigen Fixkosten durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer vorausgesetzt wird. Auf der Seite des Dachverbandes der Steuerberater finden Sie bei Bedarf entsprechende Kontaktdaten.

Eine erste Zusammenfassung mit Vorab-Informationen des Landes Schleswig-Holstein finden Sie unter diesem Link.

Sobald die Formalitäten zur konkreten Antragsstellung bekannt werden, informieren wir Sie an dieser Stelle umgehend.


Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds dient der Stabilisierung von Unternehmen, deren Bestandsgefährdung aufgrund der Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte. Er soll ebenfalls Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds besteht aus:

  1. 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
  2. 100 Milliarden Euro für direkte staatliche Beteiligungen
  3. 100 Milliarden Euro für Refinanzierung der KfW-Sonderprogramme

Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie rechtliche Grundlagen finden Sie hier.


Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Das Infektionsschutzgesetz bietet seit dem 19.05.2020 finanzielle Entschädigungen, wenn Sie von einem Verdienstausfall durch Quarantäne oder durch ein Tätigkeitsverbot betroffen sind. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein.

Anspruch auf Entschädigung haben:

  • Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die von Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot betroffen sind.
  • Berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Kindertagesstätten geschlossen wurden.
  • Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmer*innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen.

Den Antrag sowie weitere wichtige Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.


Für die Kultur – NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie eingeschränkte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und andere Kreative zu schaffen.
Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Für Umweltschutzeinrichtungen und Tierparks

Seit dem 20.04.2020 hat das Land Schleswig-Holstein ein neues Förderprogramm für Tier- und Wildparks sowie für Einrichtungen im Umwelt- und Naturschutzbereich auf den Weg gebracht, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Den Antrag auf Soforthilfe sowie weitere wichtige Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.


Finanzielle Hilfen (Kredite)

Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind, jetzt einen Kredit oder einen Bürgschaftskredit erhalten. Diese Finanzierungsmöglichkeiten können bei der zuständigen Hausbank oder Sparkasse beantragt werden.

IB.SH Mittelstandssicherungsfonds

Im IB.SH Mittelstandssicherungsfonds vergibt die IB.SH gemeinsam mit den Hausbanken Förderdarlehen für durch die Corona-Krise unmittelbar betroffene Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes (Haupterwerbsbetriebe).

Förderfähig sind alle Betriebskosten und Betriebsmittel, sofern diese nicht schon anderweitig durch die Hausbank vor der Corona-Krise finanziert wurden. Darlehen können in einer Größenordnung ab 15.000 Euro bis 750.000 Euro (max. 25 % vom Umsatz des Jahres 2019) gewährt werden.

Den Antrag finden Sie hier.


KfW-Kredite

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen KfW-Krediten finden Sie hier.


Kreditbürgschaften

Wenn die Bank aufgrund von fehlenden Sicherheiten nicht in der Lage ist, einen Kredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können Bürgschaftsbanken bis zu 80 % des Risikos übernehmen.

Eine Kredit­bürgschaft erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes.

Sonstige Hilfen

Kurzarbeitergeld – als Instrument gegen Arbeitsplatzabbau

Unternehmen können Kurzarbeitergeld aktuell unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die Beantragung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur (Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 / 455 55 20). Zugangsdaten für die Nutzung des eServices der Agentur für Arbeit können Arbeitgeber im Kreis Ostholstein unter eutin.arbeitgeber-ostholstein@arbeitsagentur.de anfordern.

Mit Beschluss der Bundesregierung vom 23.04.2020 soll das Kurzarbeitergeld für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Arbeitnehmer zukünftig angehoben werden. Weitere Details zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes entnehmen Sie der Website des Bundesfinanzministeriums.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.


Grundsicherung für Selbstständige

Der Zugang zu sozialer Sicherung wird aufgrund des Coronavirus über ein vereinfachtes Verfahren (§ 67 SGB II) geregelt.

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Krise Unterstützung in der Grundsicherung benötigen – z.B. für Miete, Lebensversicherung und weitere Kosten, die nicht durch andere Programme gedeckt werden –  können eine vereinfachte Anlage der Arbeitsagentur zur Beantragung nutzen.