Finanzielle Hilfen (Förderungen, Zuschüsse und Entschädigungen)

Novemberhilfe

Mit der Novemberhilfe werden allen Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten, Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns.

Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung immer über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte).  Anträge können bis zum 31. Januar 2021 hier eingereicht werden.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen und nicht bereits Leistungen aus der Überbrückungshilfe (I oder II) beantragt haben. Diese können den Antrag hier selbst stellen – als sogenannten Direktantrag ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Antragsstellung und Authentifizierung im Direktantrag ist immer ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Weitere Informationen und Vorraussetzungen zur Novemberhilfe finden Sie auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums.

Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Ab dem 23.11.2020 können über die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de Anträge auf Überbrückungshilfe II für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 gestellt werden. Die sogenannte Überbrückungshilfe II knüpft an die Überbrückungshilfe I (Juni-August 2020) an. Sie unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten.

Die Bedingungen für die Überbrückungshilfe II sind noch einmal verbessert und erleichtert worden. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbständige und Freiberufler erhalten bis 50.000 Euro monatlich an nicht rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Maßstab für die Hilfe sind die Umsätze in den Monaten September bis Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.
Grundsätzlich gilt, dass Anträge ausschließlich über Steuerberater*innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer*innen gestellt werden können. Antragssteller*innen sollten sich daher zuallererst an ihre Steuerberater*innen bzw. Wirtschafts- und Buchprüfer*innen wenden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Da durch die Corona-Pandemie viele Ausbildungsbetriebe in Schwierigkeiten geraten sind junge Menschen als Fachkräfte auszubilden, können Arbeitgeber*innen nun Förderungen wie z.B. die Ausbidungsprämie aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Pandemie betroffen sind und wie folgt ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Anträge zum Download finden Sie hier.


Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Die Europäische Kommission hat ihre Zustimmung zum Wirtschaftsstabilisierungsfond erteilt. Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Coronavirus-Pandemie. 

Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er deutschen Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. 

Diese werden gewährt durch:
  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien, und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich.
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals

Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie rechtliche Grundlagen finden Sie hier.


Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Das Infektionsschutzgesetz bietet seit dem 19.05.2020 finanzielle Entschädigungen, wenn Sie von einem Verdienstausfall durch Quarantäne oder durch ein Tätigkeitsverbot betroffen sind. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein.

Anspruch auf Entschädigung haben:

  • Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die von Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot betroffen sind.
  • Berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Kindertagesstätten geschlossen wurden.
  • Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmer*innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen.

Den Antrag sowie weitere wichtige Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.


Für die Kultur – NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie eingeschränkte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und andere Kreative zu schaffen.
Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Für Umweltschutzeinrichtungen und Tierparks

Seit dem 20.04.2020 hat das Land Schleswig-Holstein ein neues Förderprogramm für Tier- und Wildparks sowie für Einrichtungen im Umwelt- und Naturschutzbereich auf den Weg gebracht, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Den Antrag auf Soforthilfe sowie weitere wichtige Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.


Finanzielle Hilfen (Kredite)

Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind, jetzt einen Kredit oder einen Bürgschaftskredit erhalten. Diese Finanzierungsmöglichkeiten können bei der zuständigen Hausbank oder Sparkasse beantragt werden.

IB.SH Härtefallfonds Mittelstand

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind.  In Erwartung von bevorstehenden Umsatzausfällen werden Betriebsmittelbedarfe gefördert, die nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel gedeckt sind.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen finden Sie hier.

KfW-Kredite

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen und Soloselbständige
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt bestehen
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen KfW-Krediten finden Sie hier.


Kreditbürgschaften

Wenn die Bank aufgrund von fehlenden Sicherheiten nicht in der Lage ist, einen Kredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können Bürgschaftsbanken bis zu 80 % des Risikos übernehmen.

Eine Kredit­bürgschaft erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes.

Sonstige Hilfen

Kurzarbeitergeld – als Instrument gegen Arbeitsplatzabbau

Unternehmen können Kurzarbeitergeld aktuell unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die Beantragung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur (Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 / 455 55 20). Zugangsdaten für die Nutzung des eServices der Agentur für Arbeit können Arbeitgeber im Kreis Ostholstein unter eutin.arbeitgeber-ostholstein@arbeitsagentur.de anfordern.

Mit Beschluss der Bundesregierung vom 23.04.2020 soll das Kurzarbeitergeld für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Arbeitnehmer zukünftig angehoben werden. Weitere Details zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes entnehmen Sie der Website des Bundesfinanzministeriums.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.


Grundsicherung für Selbstständige

Der Zugang zu sozialer Sicherung wird aufgrund des Coronavirus über ein vereinfachtes Verfahren (§ 67 SGB II) geregelt.

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Krise Unterstützung in der Grundsicherung benötigen – z.B. für Miete, Lebensversicherung und weitere Kosten, die nicht durch andere Programme gedeckt werden –  können eine vereinfachte Anlage der Arbeitsagentur zur Beantragung nutzen.