Im Sommer 2007 wurde die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH von Charterunternehmen der Region um Unterstützung im Bereich „Funkbetriebzeugnisse auf Sportbooten“ gebeten. Durch eine für das Jahr 2008 vorgesehene Umsetzung einer EU-Vorschrift in Nationales Recht drohten den deutschen Charterunternehmen erhebliche Nachteile im direkten Wettbewerb mit Charterunternehmen im benachbarten Ausland. Am 28. November 2007 fand daraufhin auf Initiative der EGOH in Bonn ein Gespräch zwischen Vertretern der Ostholsteiner Charterunternehmen, dem Bundesverband Wassersportwirtschaft, der Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen (VDC), dem Arbeitskreis Charterboot (AKC) und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zur Lösung des Problems statt. Zur Vorbereitung auf diesen Termin und zur Erarbeitung von Lösungen fanden im Vorwege mehrere Treffen mit den betroffenen Unternehmen statt.

Durch die gemeinsamen Anstrengungen des Landrates, der IHK Flensburg, des VDC, des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft, des Landes Schleswig-Holstein unter der Federführung der EGOH gelang es gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), kurzfristig eine Lösung zu finden.

Führer von Charterschiffen mussten demnach nicht -wie seit August 2005 vorgeschrieben- unmittelbar, sondern erst zu Ende September 2007 das Funkzeugnis besitzen, wenn ihr Sportboot mit Sprechfunk ausgerüstet ist. Bis dahin gewährte das BMVBS eine Übergangsfrist, in der Verstöße nicht mit Bußgeldern belegt wurden.

Durch die Einführung der Übergangsfrist konnten sich die Charterunternehmen besser auf die Situation einstellen und für ihre Kunden entsprechende Alternativen anbieten.

Ihr Ansprechpartner:

Sandra Belka
04521/ 808 824
belka@egoh.de