Wirtschaftsfaktor Tourismus im Kreis Ostholstein

Im Sommer dieses Jahres haben wir erstmals die dwif Consulting GmbH aus München mit einer Untersuchung zum Wirtschaftsfaktor Tourismus im Kreis Ostholstein für das Jahr 2022 beauftragt. Die Zahlen heben die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region hervor.

Ergebnisse der Untersuchung

  • 19,72 Mio. Übernachtungen konnten in Beherbergungsbetrieben inklusive Privatquartiere, Freizeitwohnsitze und Bootsliegeplätze, Touristik- und Dauercamping sowie Reisemobiltourismus verzeichnet werden. Damit wurden in Ostholstein rund 22% der landesweiten Übernachtungen generiert (2022 in Schleswig-Holstein: 89,6 Mio. Übernachtungen).

  • Die Übernachtungsgäste gaben im vergangenen Jahr rund 1,65 Mrd. Euro aus. Die Ausgaben der Tagesreisenden beliefen sich auf 331,1 Mio. Euro. Insgesamt lagen die Umsätze aus dem Tourismus somit bei knapp 1,98 Mrd. Euro. Dabei entfielen mehr als die Hälfte (53,4%) auf die gewerblichen Betriebe.

  • Der Tourismus schafft und sichert Arbeitsplätze im Kreis Ostholstein. Der Einkommensbeitrag von rund 981,6 Mio. Euro entspricht einem Äquivalent von rund 36.760 Personen, die durch die touristische Nachfrage im Kreis Ostholstein ein durchschnittliches Einkommen beziehen könnten.

  • Aus Mehrwertsteuer und Einkommensteuer resultierten 2022 ca. 176,9 Mio. Euro Steueraufkommen aus dem Tourismus, die als Gemeinschaftssteuer an Bund, Länder und Kommunen fließen. Dazu kommen Einnahmen aus Grund-, Gewerbe- und Zweitwohnungssteuer sowie Kur- und Tourismusabgabe. Der Tourismus trägt somit in hohem Maße zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte und zur Verbesserung der Infrastruktur bei. Davon profitieren Gäste, Einheimische und Unternehmen in der Region.

    Für das laufende Jahr 2023 zeichnet das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein für die Übernachtungszahlen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens 10 Betten und Campingplätzen ein anderes Bild: Im Monat August wurden nach der aktuellen Statistik in Ostholstein ca. 1,4 Mio. und damit 4,1% weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat verbucht. Dies kann u.a. auf den wiedererstarkten Wettbewerb der Destinationen nach der Corona-Pandemie, der allgemeinen Konsumzurückhaltung, aber auch auf die kühlere Wetterlage in Teilen des Augusts zurückgeführt werden. Auch für die Folgemonate ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten.

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